Testbericht: Red Chili Matador Kletterschuh
30. August 2009 in Infos, Tests und Tipps | 13 Kommentare | 25381 LeserDas neue Spitzenmodell aus der deutschen Kletterschmiede Red Chili heißt “Matador“. Schwarz und mit feurig-scharfer, roter Schrift präsentiert sich der “Töter bzw. Vernichter” – so die wörtliche Übersetzung des Namens. Drei Verschlüsse sollen den Velcro-Kletterschuh am Fuß des Kletterers fixieren und die Werbung verspricht “den perfektesten Schuh, den ich je geklettert bin“ – Grund genug für RokBlog.de, den Kletterschuh auf Herz und Nieren zu prüfen und zu testen. Ob der Matador wirklich die Cojones hat, den Topschuhen der anderen Herstellern in der Corrida entgegen zu treten, erfahrt ihr im ausführlichen Testbericht über den neuen Kletterschuh von Red Chili.
Quicklinks
- Erster Eindruck
- Verarbeitung & Material
- Klettern & Bouldern
- Hooken
- Passform & Größe
- Details
- Fazit
- Links
Erster Eindruck
Der Matador ist das von Daniel Hrozek und Stefan Glowacz entwickelte Spitzenmodell aus dem Hause Red Chili. Mit seinem ordentlichen Downturn, einer vollgummierten Zehenkappe und durch das schwarze Kunstleder mit der aggressiven Schrift hebt er sich schon allein durch die Optik deutlich von den ansonsten eher gemäßigt wirkenden Schuhen aus der Kletterschuhserie von Red Chili ab. Die Sohle wirkt auf den ersten Blick sehr hart und steif. Klopft man mit der einen Schuhspitze auf die Sohle des anderen Schuhes, so hört sich das eher nach einem holländischen Holzclog, als nach einem sensiblen Kletterschuh an. Um euch einen Eindruck davon zu vermitteln, gibt´s auch ein kleines Video dazu:

vimeo - Der Klang von Kletterschuhen
Hier schlägt Red Chili einen ganz anderen Kurs im Vergleich zu den übrigen Herstellern ein. Dem Trend zu immer weicheren, sensibleren Kletterschuhen mit dünnerer Sohle folgt der Matador jedenfalls nicht!
Verarbeitung & Material
Der gesamte Kletterschuh ist aus Kunstleder gefertigt, die Verklebungen sind sauber und der Schuh ist gut geschliffen. Besonders erwähnenswert ist hier die Sohlenspitze, die sehr pointiert und spitz ist. Innen ist der Schuh mit einem fleeceähnlichem Material gefüttert und es drücken keine Nähte. Der Unterschied zwischen künstlichem Leder mit einer Fütterung im Vergleich zu natürlichem Leder besteht darin, dass sich das Kunstleder in aller Regel weniger weitet, oder sich weniger dem Fuß anpasst. Leder oder Kunstleder ist also nicht zuletzt auch Geschmackssache. In dem 4 Wochen RokBlog-Test hat sich der Matador jedenfalls nur minimal geweitet.
Klettern & Bouldern
Wegen der harten Sohle und der steifen Konstruktion vermisse ich beim Bouldern die Sensibilität, wie ich sie von meinen anderen Kletterschuhen gewohnt bin. Auch wenn der Matador nach einer längeren Einkletterphase weicher und etwas sensibler wird, greifen kann ich mit den Zehen überhaupt nicht! Dennoch lassen sich die Tritte gut treffen und präzise anstehen. Was zum Bouldern nicht optimal ist, ist beim Routenklettern aber von Vorteil. Durch die steifere Konstruktion wird die Zehenmuskulatur deutlich entlastet und man muss weniger “auf den Fingern stehen” – hat also mehr Ausdauer beim Routenklettern. Beim seitlichen Antreten hat man nicht das Gefühl, der Schuh würde sich um den Fuß wickeln, sondern man steht solide und zentral im Schuh. Das Reibungsgefühl der Sohle kann meiner Erfahrung nach nicht mit den neuen Sohlen von Vibram und Stealth mithalten.
Hooken
Die Ferse sitzt satt im Schuh und durch die drei Velcros ist der Matador fest genug am Fuß fixiert, als dass die Ferse rausrutschen könnte. Heelhooks sitzen fest und durch die schlankere Form lassen sich auch schwierigere Hooks an Lettenlöchern noch gut pressen. Die Zehenbox ist komplett gummiert und soll dadurch bei Toehooks einen Vorteil bringen. Durch die harte Sohle kann ich die Zehen aber nicht weit genug anheben und meine Toehooks halten nicht gut. Mir erscheint auch die Gummierung recht dick und zäh, jedenfalls kann ich nicht fühlen, ob der Toehook hält oder eben nicht.
Paßform & Größe
Der Matador hat eine eher rundliche Zehenbox mit einer spitzen Sohle darunter. An meinen Fuß passt der Matador nicht optimal, da ich recht schmale Füße mit langen Zehen habe. Durch den dicken, wenig nachgebenden Gummi auf der Zehenbox drückt mir der Schuh von oben auf die Knöchel der Zehen, so dass ich mich zwischen zwei Übeln entscheiden muss:
- 1.Kleinerer Schuh -> besserer Halt mit dem großen Onkel, aber starker Schmerz auf den Zehenknöcheln oder
- 2. Größerer Schuh -> weniger Halt mit dem großen Onkel, dafür keine Schmerzen an den übrigen Zehen.
So oder so bleibt der Matador für meinen Fuß ein Kompromiss. Ich entschied mich daher für den etwas größeren, da die steifere Konstruktion für mich eh mehr zum Klettern als zum Bouldern taugt und ich den Schuh lieber länger tragen möchte. Meine “suboptimale” Größe liegt daher irgendwo zwischen 41.5/42 und entspricht damit meiner Straßengröße minus 0.5-1. Bekannte von mir, die den Matador ebenfalls anprobierten, waren hingegen zufrieden mit der Passform, klettern aber auch sonst meistens andere Schuhe als ich. Anscheinend ist der Leisten nicht so universell wie die “Massenschuhe” Katana, Solution, Miura VS, Anasazi oder auch Feroce. Wem diese Schuhe nicht passen, für den ist der Matador vielleicht genau der richtige Schuh.
Details
- Modell: Matador
- Konstruktion: Velcro
- Breite/Volumen: mittel
- Obermaterial: Kunstleder
- Innenmaterial: gefüttert
- Zwischensohle: ja
- Sohlengummi: Red Chili RX-1 Sohle, 4.5 mm
- Farbe: Schwarz mit roten Schrift
- Gewicht: ca. 450 Gramm
- Preis: ca. 130,- EUR
- Lieferbar seit: Mitte 2009
Fazit
Mein Verhältnis zum Matador ist gespalten. Dies liegt wohl größtenteils daran, dass er nicht optimal an meinen Fuß passt. Dennoch ist mir die Konstruktion insgesamt zu hart und die Zehengummierung zu unflexibel. Schön ist die Präzision und der Schliff der Sohle. Der Matador bzw. für mich eher der Novillero eignet sich mehr zum Routenklettern als zum Bouldern. Steile Wandkletterei ist seine Arena und man freut sich über den guten Halt von Heelhooks. Verbesserungsfähig ist die Zehengummierung, damit man auch wirklich einen Vorteil bei Toehooks spürt. So ist er jedenfalls nicht “der perfekteste Schuh, den ICH je geklettert bin”!
Links
- Red Chili Kletterschuhe bei den Bergfreunden bestellen
- Den Matador bei Kletterschuhe.de bestellen
- Matador bei Red Chili
- Red Chili Webseite






RokLetter abonnieren
Folge mir bei Twitter






Mal wieder ein interesanter und informativer Testbericht.
) gekauft. Hat jetzt aber das ähnliche Problem, das er für Bouldern nicht so sensibel ist, für Routen jedoch klasse.
Hatte schon mit dem Matador geliebäugelt, klingt mir jetzt allerdings doch so als wenn er in die Kategorie Miura VLC fällt.
Den hatte ich auch wegen der klasse Passform (für mich
Wenn der Matador mir mal übern Weg läuft, werd ich reinsteigen, aber nach deinem Bericht nicht grad mit ner Kaufabsicht jetzt ewig weit in ein Laden fahren.
Thxs und schraub mal noch schön
@Jörg: Ich würde behaupten, dass der Matador noch um einiges unsensibler ist als der Miura. Ist mir auf jeden Fall unbegreiflich, wie der Matador in den Tests von Klettern&Co. so gut abschneiden konnte.
Also ich fand den Matador wirklich sehr gut. Ich hatte selten einen Kletterschuh, der auf Anhieb so gepasst hat. Aber wahrscheinlich liegt das an meinen Füßen sind eher breit.
Auch das er mir zu unsensibel wäre, kann ich nicht sagen. Der Schuh hat mir jederzeit eine gute Rückmeldung über den Fels gegeben und ich bevorzuge eher steifere Schuhe im Schuhspitzenbereich.
Ich klettere jetzt auch schon länger den Matador und kann ihn weiterhin nur in höchsten Tönen loben! Mein Fuß ist auch eher breit, wenn ich den Schuh anziehe macht es dieses lustige Sauggeräusch und ich weiß direkt – Der Schuh sitzt! Mit den Klettersocken Speedster, Project, Mutant usw. kann ich gar nix anfangen. Ich brauch schon einen Schuh in dem man was wegstehen kann.
Gerade für den Sandstein in unserer Region kann ich den Matador absolut empfehlen, in allen Touren, die ich in letzter Zeit geklettert bin hat er mich absolut NICHT im Stich gelassen!
Großer ausführlicher Bouldertest mit dem Schuh kommt vielleicht dieses WE, mal schauen
.
Christoph
Ich finde der Marc hat schon recht mit seinem Test.
Mir ist der auch zu hart und unsensiebel. Der Downturn ist gut und auch ansonsten passt er mir besser als viele andere Kletterschuhe. Vielleicht sinds wirklich die breiten Füße, ansonsten klettere ich mit MadRocks
Die Sohle ist aber echt ein Witz – ich will doch nicht surfen, sondern klettern! Warum macht Red Chili überhaupt eine eigene Sohle dran, als Vibram wie andere Hersteller? Auf die Kröten kann es doch nicht ankommen, bei so einem teuren Schuh!
Geiz macht nicht geil!
Hallo Zusammen,
den Test finde auch ich sehr gut! denn Marc ist ehrlich genug und schreibt auch, dass evtl. seine Füße keine Matador-Füße sind! ich möchte aber ein paar Sachen zu den Kommentaren schreiben:
1. Vibram bekommt nicht jeder schuh Hersteller. mir fällt auch kein asiatischer Schuh Hersteller ein, der Vibram auf seine schuh kleben darf. somit ist das mit dem geiz, nicht ganz so richtig
2. meiner meinung nach, kann man den 5.10 Project, den La Sportiva Speedster und die ganzen anderen weichen Socken nicht mit einander vergleichen. und je nach Fels oder Art des Kletterns ist einmal das eine oder das andere besser.
3. Jungs die gesponsert werden, passt der Schuh immer ;o) zumindest für die Öffentlichkeit ;o)
[diesen Punkt bitte nicht so ernst nehmen- DANKE]
4. Tests in Magazinen: schaut mal die Anzahl und Größe der Werbungen an und vergleicht mit den Ergebnissen;o) wobei die meisten Magazine auch darauf hinweisen, dass diese Tests keine Kaufempfehlungen sind sondern eher als Kaufhilfen angenommen werden sollen. Und wenn ein 6er Kletterer einen miura vsx oder einen Solution braucht um eine 6+ hoch zukommen, dann ist er für die Tests bestimmt dankbar. Denn sie schreibe ja nicht rein in welcher größer er den Schuh kaufen sollte. ;o)
Climb now, work later…
Seruvs,
schön, dass mein Testbericht über den Matador so ein Feedback hervorruft.
Die Tests vom RokBlog sind/waren/und bleiben so ausführlich, ehrlich, emotional und kantig, wie mein Eindruck eines Produktes nunmal ist. Glattpolierte Hülsen möchte ich nicht!
Auf der Outdoor 2009 hatte ich ein interessantes Gespräch mit einem Hersteller für Kletterequipment, da ging es unter anderem um Testberichte. Hierbei viel der folgende Satz:
“Die Presse bekommt bei uns die Waren für einen günstigeren Preis zum testen, ODER sie bleibt unabhängig und zahlt den normalen Kaufpreis.” – ich finde das erschreckend, aber leider eine Bestätigung für meine Vermutung.
Vor diesem und dem von Gerhard angesprochenem Zusammenhang zwischen Werbeumfang und Testergebnis muss man vielleicht die “großen Kletterschuhtests 200X, 20 Modelle im Test” in einem anderen Licht sehen…
Ich bin überzeugt davon, dass sich hier auf Dauer die Ehrlichkeit durchsetzt und letztendlich auch die Hersteller genau dies wollen (müssen). Wenn nach dem Kauf von XY unglückliche Kunden rumlaufen, dann bleibt doch unweigerlich eine ungute Erinnerung und Verbindung mit dieser Marke. Genau dieses Prinzip funktioniert ja aber auch umgekehrt und darauf müssen die Hersteller ja eigentlich hinauswollen.
Die ausführlichen Testberichte hier auf dem RokBlog sind für die Hersteller immer auch ein detailliertes Feedback – und zwar eins, dass nicht durch Werbeeinnahmen und Verträge verändert wurde und das wissen diese auch zu schätzen!
Den unterschiedlichen Einsatzbereich bzw. die Spezialisierung von Kletterschuhen wollte ich ja auch in meinem Video zeigen. Klar, dass man mit z.B. einem Speedster schlechter in einer kleintrittigen Wandkletterei unterwegs ist, als mit einem härteren Schuh wie z.B. dem Matador. Genau dieser Unterschied ist aber wichtig für den Käufer und wird oft durch die Werbeaussagen überschattet. Unverständlicherweise: Die beste Zange wird alleine durch Werbung auch nicht zu einem guten Hammer!
Viele Grüße,
Marc
Natürlich ist es ein Dilemma mit den Tests egal ob in Magazinen oder Blogs. Wir haben den Schuh auch UMSONST vom Hersteller zum Testen bekommen. Klar stellt man sich die Frage inwieweit man jetzt pro dem Hersteller argumentiert oder nicht. Lobt man eine Schuh heißt es sofort “3. Jungs die gesponsert werden, passt der Schuh immer ;o) zumindest für die Öffentlichkeit ;o)”.
Eigentlich kann man nur gegen dieses Vorurteil gewinnen indem man einen Schuh zerreisst, dann heißt es nämlich “toll die habens denen gezeigt”. Ist man aber wirklich mit einem Schuh trotz UMSONST zufrieden, kommt man in den oben gennannten Zwiespalt.
Ich kann nur von uns sagen, dass wir nicht auf Kohle von Herstellern, Versendern oder sonstwem angewiesen sind und deshalb auch keine Kompromisse eigehen müssen.
Gruß
Tobias
Hey Tobias,
ich denke nicht, dass Gerhard damit euch im Auge hatte, teile aber auch nicht deine Ansicht, dass man gegen den Bevorteilungs-Vorwurf nur mit Zerreissen ankommt.
Viel eher sehe ich es so, dass der Leser ja auch eine eigene Meinung hat und wenn diese sich auf Dauer nicht mit deinem Testfazit deckt, dann verlierst du als Author an Glaubwürdigkeit.
Infos aus unglaubwürdiger Quelle möchte niemand lesen und was niemand liest, interessiert wiederum dann auch keinen Hersteller mehr…
Deswegen: Ehrlich währt am längsten.
Viele Grüße,
Marc
Ja, schön und gut, aber mal zurück zum Test:
Man muss nicht immer alles glatt bügeln. Die Aussage “je nach Situation ist halt Schuh X oder Y besser” ist klar richtig und dennoch gleich wieder Totschläger einer kritischen Auseinandersetzung.
Mir will nämlich partout nicht einleuchten, warum ein Topathlet – der doch über eine ausgeprägte Fußmuskulatur verfügen sollte – auf einen Holzschuh wie den Matador zurückgreifen soll. Es geht mir nicht um ein Pro für die “Sockenkampagne” von LaSportiva&Co. Aber zwischen den Extremen Speedster und Matador liegt doch auch noch was dazwischen.
Ich würde mich als Sportkletterer jedenfalls NIEMALS für einen Schuh entscheiden, der so unsensibel ist wie der Matador.
“Der beste Schuh, den ich je geklettert bin” – o Bindhammer, da haste deine Seele aber billig verkauft!
Die Erkenntnisse aus den Erfahrungen unseres Entwicklungsteams decken sich weitgehend mit den hier veröffentlichten Testergebnissen und wir sind bereits dabei, an den hier dargestellten Hauptkritikpunkten zu arbeiten. Prototypen mit entsprechenden Modifikationen – wie beispielsweise geringere Sohlenstärke bei härterer Gummimischung – zu testen. Die Entwicklung eines Kletterschuhs, der auf möglichst viele Bedürfnisse abgestimmt ist und für nahezu jeden Kletterer perfekt ist, ist ein langwieriger Prozess, an dem wir gemeinsam hoch motiviert arbeiten.
Die Möglichkeit, mich in Zusammenarbeit mit einem tollen Team direkt in die Entwicklung und Optimierung eines Kletterschuhs einbringen zu können, war für mich einer der Hauptgründe, ins Red Chili Team zu wechseln. – Kein leistungsorientierter Kletterer „verkauft seine Seele“ an einen Kletterschuh-Hersteller. Genauso wenig, wie uns gesponserten Jungs die Schuhe „immer passen“
Es ist tatsächlich so, dass ich noch nie mit einem Schuh, was die Passform betrifft, von Beginn an so gut zurecht gekommen bin wie mit dem Matador. So gesehen kann ich nur nochmals betonen, mit dem Matador den „perfektesten Schuh, den ich je geklettert bin“ gefunden zu haben. Die Wahl des Kletterschuhs ist natürlich eine absolut subjektive Angelegenheit, die von vielen Faktoren abhängt. Vor allem spielt die Fußform (in meinem Fall eher schmal) eine große Rolle, genauso wie der bevorzugte Einsatzbereich. Für mich ist beispielsweise oft ein etwas härterer, stabiler Schuh mit Vorspannung von Vorteil, da ich damit etwas mehr Reichweite erhalte. Wir werden jedenfalls weiter intensiv daran arbeiten, diesen ohnehin schon perfekten Schuh noch weiter zu optimieren.
Schöne Grüße,
Andreas
Zuerst einmal herzlichen Dank für Eure Anmerkungen und Kommentare zum Red Chili Matador. Viele der Statements sind für uns sehr hilfreiche und tolle Anregung. Auch die Idee Marc um einen Test des Matadors zu bitten und diesen auf rokblog.de zu veröffentlichen zeigt, wie sehr wir an Feedback interessiert sind.
Der Matador ist in enger Zusammenarbeit mit Topkletterern und Boulderern entwickelt worden. Ich möchte hierbei vor allem André Behr, Daniel Hrozek und Andreas Bindhammer nennen. Oftmals ist es jedoch so, daß die Serienmodelle leichte Abweichungen zu den Testprototypen aufweisen. Daher kann es durchaus sein, daß beim Bouldern die Sohle des Matadors etwas härter erscheint.
Kletterschuhe vor allem im High End Bereich unterliegen einem ständigen Entwicklungs- und Optimierungsprozess. Wir versuchen die Anregungen unserer Topathleten sofort in den einzelnen Modellen entsprechend umzusetzen. Auch so geschehen im Falle des Matadors.
Eines ist auch völlig klar: kein Red Chili Kletterer hat sich wegen eines Sponsorenvertrages verkauft. Ein Topkletterer könnte sich das gar nicht erlauben. Unsere Topathleten schätzen die Möglichkeit sehr, direkt auf die Produktentwicklung Einfluss zu nehmen, um den für sie perfekten Kletterschuh zu entwickeln.
Wir arbeiten fieberhaft daran, die Sohle des Matadors für die Boulderfans wieder weicher und flexibler zu produzieren und entwickeln mit Hochdruck bereits ein weiteres Highend-Modell. Seid gespannt.
Euer Stefan Glowacz
Ui, da hat der Test ja einiges an Resonanz erzeugt. Ich bin den Schuh noch nicht geklettert, habe bei Marc aber mal über die Schulter geschaut und empfand das harte Sohlengeräusch zumindest irritierend. Allerdings bevorzuge ich auch eher weiche Sohlen.
Positiv finde ich die Reaktionen aus dem Red-Chili-Team; danke an Andreas Bindhammer und Stefan Glowacz, dass sie sich hier den Meinungen verschiedener Kommentatoren so offen stellen! Die Ankündigung eines Top-Boulderschuhs klingt doch vielverspechend. Warten wirs ab!