Ostermontag: Bouldern in Glees, Eifel

15. April 2009 in Fotos, RokBlog, Videos  |  10 Kommentare  |  15572 Leser
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Shakira, fb7b+, Bleausard, Glees, Eifel

Shakira, fb7b+, Bleausard, Glees, Eifel

Am Ostermontag brachen Mia, Lisa, Stefan und ich auf, die Boulderblöcke in der Eifel bzw. in Glees zu erkunden.  Das Bouldergebiet Glees, am Hang zwischen Burgbrohl und Glees ist die natürliche Abbruchkante eines Lavastroms aus dem Vulkan Veitskopf. Auf etwa 2km Breite befinden sich zahlreiche Basaltblöcke und Massive mit recht ordentlicher Höhe von bis zu 10 Metern. Thomas und Anke Wille trugen einen Großteil zur Entwicklung dieses feinen Spots in der Vulkaneifel bei. Ihr Topo ist leider nicht mehr online verfügbar, dafür gibt es inzwischen aber eine Boulderdatenbank auf stonevibes.de aus der man die wichtigsten Informationen entnehmen kann.

Infos

Über die A61, Ausfahrt Niderzissen fährt man in Richtung Burgbrohl bis in die Erlenstrasse und parkt an derem rechten Übergang in einen Waldweg. Diesem Waldweg folgt man linkshaltend etwa 500m und folgt dann einem kleineren Forstweg hangaufwärts zu den Blöcken. Am Hang entlang verteilen sich die verschiedenen Sektoren knapp unterhalb der Abbruchkante. Teilweise ist es empfehlenswert eine gröbere Bürste zB. die RokBrush und/oder eine Drahtbürste (BEHUTSAM!!!) zur Hand zur haben, da einige der Boulder etwas in Vergessenheit geraten sind. Im Sommer herrscht ein freiwilliger Boulderverzicht. Die optimalsten Bedingungen hat man an kühlen Wintertagen. Das Gestein ist hart, rauh und scharf – wer ohne Haut anreis(s)t wird schmerzgeprüft! Es gibt sehr lohnende  Boulder in nahezu allen Schwierigkeitsgraden mit einem Schwerpunkt zwischen fb5c und fb7a. Insgesamt gibt es etwa 200 Boulder.

Die Boulder

Miriam und ich wollten uns eigentlich nur im Sektor Bleausard aufwärmen, aber Shakira‘, fb7b+ sah zu gut aus: Ein freistehendes Basalt-Ei mit Seitslopern und perfektem Absprunggelände – kann man nicht verachten. Nach etlichen Versuchen hatte ich endlich eine Lösung gefunden, wie sich die garstigen Sloper bei diesen Temperaturen halten lassen wollten. Die Böse M.’, fb7a+/7b+ war mir aber zu schmerzhaft und nachdem Miriam auch im Bleausarderfolgreich war, zogen wir weiter in den Sektor Kruzifix. Mir gelangenSchattenkabinett‘, fb7a+ und Schattenkabinett links‘, fb7a im Flash, der HighballKreuzritter‘, fb7a erforderte etwas Putzen und klappte dann im  zweiten Versuch. Einer der besten Boulder des Gebietes ist Die Eisheiligen‘, fb6c+ im gleichnamigen Sektor. Super Moves, perfekte Höhe und gutes Absprunggelände – unbedingt machen! Nach dem Tanz mit der Eisheiligen zogen Mia und ich dann weiter in den Sektor Romani ite donum, da ich dort gerne noch Es‘,fb7b versuchen wollte, ich befürchte allerdings, daß mir mit meiner Spannweite eine fb7b-Variante verwehrt bleibt. Wenn auch sehr Spannweitenabhängig, so ist ‘Es’ dennoch ein echter Traumboulder! Und ich muss wohl nochmal wiederkommen, vielleicht findet sich ja doch noch eine Lösung.

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10 Antworten zu “Ostermontag: Bouldern in Glees, Eifel”

  1. Gabriel sagt:

    Hi Marc,

    zunächst mal: Super Blog – fetten Respekt für deine Kletterleistungen und für deine redaktionelle Arbeit im Rokblog! So muß ein Bouldermagazin sein – perfekter Mix zwischen Berichten und Infos.
    So schmeckt der Morgenkaffe noch besser!

    Du hast ja mächtig in der Eifel abgeräumt!
    Kennst du dort noch andere Gebiete, ich wollte demnächst mal wieder dorthin? Hast du noch Tipps?

    Nicht locker lassen!

  2. Hallo Gabriel,

    vielen Dank für dein Lob!

    So erfolgreich war ich nun auch nicht in Glees – habe lange vom Es geträumt und so war es etwas ernüchternd für mich, daß der Boulder wirklich so spannweitenabhängig ist.
    Trotzdem: Nur ein weiteres Argument dafür, härter zu trainieren! Und andere Boulder zum Beispiel Die Eisheiligen sind auch einfach Spitze!

    Ich bin leider viel zu selten in der Eifel unterwegs, aber ich war schonmal in Kottenheim bouldern und habe damals einen kleinen Bericht geschrieben. Der stammt allerdings noch aus der Anfangszeit des RokBlogs und daher ist die Qualität etwas schlechter als meine aktuellen Beiträge.
    Du findest meinen Bericht über das Bouldern in Kottenheim in der Menüleiste oben unter Trips/Deutschland/Eifel/Kottenheim Mai 2007

    Viele Grüße und immer schön festhalten,

    Marc

  3. Christoph sagt:

    Das “Es” ist eine absolute Spannweitensau, ich hab mir damals auch die Schulter halb ausrenken müssen, damit ich um die Kante rum kam. Ist aber auch wirklich der schönste Block, den ich damals dort gesehen habe, alleinstehend und offensichtliche Linie. So muss ein Boulder sein.

    Für Leute, die gerade so um die Kante kommen ist 7B auch recht bitter. Ich finde schon das 7B+ da gut hinkommt.

  4. Hi Christoph,

    für mich sind zwei Züge der absolute Overkill – da isses vielleicht besser die Kante gleich wegzulassen und schön über die Leisten drüber zu knüppeln. ;)
    Hast du dir mal The Egg angesehen?

    Randalierst in der letzten Zeit ja ganz ordentlich in den Nachbarländern – Gratuliere!

    Wann biste denn mal wieder in Mainz?

    Gruß,

    Marc

  5. Christoph sagt:

    The Egg war damals nass, wenn ich mich richtig erinnere.

    Berdorf ist ein schönes Plätzchen, kann ich nur empfehlen :-) .

    Ab nächster Woche bin ich wieder in Mainz, Uni fängt ja wieder an.

    Gruß
    Christoph

  6. Ingo sagt:

    Hi Marc,

    probier’s mal mit Knieklemmer an der Schuppe, so kannman sich den Startzug schenken…

  7. Servus Ingo,

    danke für den Tipp. Ich hatte den Knieklemmer schon probiert, Leiste kein Problem, später kommt dann nochmal so ne Spannweiten-Teufelei um an die Kelle um die Kante dranzukommen.
    Vielleicht sehe ich ja beim nächsten mal ja mehr Land, war spät, dunkel und ich war schlapp, schlapp, schlapp…
    Grünen Pulli habe ich schon – komme wir vor wie der T-Rex des Boulderns…. kräftig, grimmig aber eher Stümpfchen anstelle der Arme – welch’ tragisches Schicksal :)

    Freue mich auf jeden Fall schon aufs nächste Mal!

    Was tut sich eigentlich in der Pfalz? Weißt du, ob für die Neuauflage des Boulderführers auch neue Gebiete aufgenommen, oder lediglich die üblichen Korrekturen(Griffausbruch, übermäßiges Putzen, Fehler, etc.) stattfinden werden?

    Ich warte im Moment noch auf ein Exemplar von Panico, damit ich die Neuauflage hier vorstellen kann. April ist mein letzter Stand…

    Viele Grüße,

    Marc

  8. jan sagt:

    hallo,
    ein kollege mit dem ich 02/03 sauviel in glees war hat mir grade den link hierher geschickt. und eins muss ich mal loswerden, ich bin echt perplex:
    irgendwie habt ihr im westen grade so richtig dick einen an der latte. glees ist der shit, aber ihr riskiert einfach das das für sehr lange zeit gesperrt werden wird. seitdem der kack führer draussen ist, sind die kakushöhle und die katzensteine gesperrt worden. seit der veröffentlichung auf udini und dem poser-magazin klettern fängt der scheiss an der ruhr an. es gibt gründe warum in franken und bei mir im bayrischen wald nichts veröffentlicht wird. ganz simpel um die horden an spackos davon abzuhalten zu den sensiblen felsen zu gehen. das mag arrogant sein, aber das bouldern einer modewelle von fb6 kletterern zu opfern ist sick. glees war schon immer grenzwertig. und das letzte mal als ich da war hingen ca 20 nasen bouldermäßig cool vorm ES und haben irgendwelche aspiranten angefeuert, dass es bis burgbrohl schallt. der ganze verdammte wald ist zugetickt, auch jetzt in deinem video. die haben sie doch nicht alle, sind die blind? den kram kriegst du aus dem porösen stein nie im leben rausgebürstet.
    kommt von eurem egotrip runter, habt doch einfach spaß am klettern und keep your head down. das ist nicht bleau oder bishop. fuck the führer! scheiss auf veröffentlichungen. so schwer ist das nicht, das kannst du auch marc.

    beste grüße
    jan

  9. Servus Jan,

    ich könnte dir jetzt schreiben, dass es leichte und harte Tickmarks gibt. Dass sehr wohl gebürstet wird und wurde und eine etwas höhere Frequenz die Blöcke nicht völlig vermoosen lassen würde, aber warum eigentlich? Letztendlich teile ich ja deine Ansicht, dass häufig zuviel getickt und gechalkt wird absolut und ich ärgere mich genau wie du darüber, dass Leutz ihre dicke Chalkpampe nicht wegbürsten, nachdem der Boulder mit ihnen fertig ist.
    Ich finds aber schade, dass du eine Veröffentlichung als Egotrip interpretierst und nicht als das, was es ist:
    Ein kleines, miserables Video aus einem nahezu in Vergessenheit geratenen Gebiet.
    Wenn du in letzter Zeit mal in Glees wärst und das Moos und den Schlick abseits der populärsten Boulder gesehen hättest, wäre deine Meinung vielleicht etwas differenzierter.
    ETWAS mehr Aufmerksamkeit würde bestimmt nicht schaden, sondern sogar zum Erhalt der Boulder beitragen.
    Dass man sich grundsätzlich nicht wie die Axt im Wald benehmen und die Blöcke halt keine Boulderhalle sind, in der man alles und jeden testosteronieren muss wird leider zu selten wahrgenommen.

    Viele Grüße,

    Marc

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