Video: PURE – a bouldering flick by Chuck Fryberger – DVD Test/Review
09. März 2009 in Infos, Tests und Tipps, Videos | 18 Kommentare | 12323 LeserHeute früh liegt “PURE – a bouldering flick by Chuck Fryberger” frisch bei mir auf dem Tisch. Der neue Boulderfilm verspricht bereits auf dem Cover, harte Action, super Bilder und eine sehr ästhetisch-moderne Aufmachung, wie sie bisher eher aus US-Printmagazinen wie zB. UrbanClimber bekannt ist.
Ziemlich genau einen Monat warte ich inzwischen auf den Film, heute ist es soweit: Es regnet momentan sowieso (wiedermal), ausserdem bin ich noch recht gepeiningt vom Wochende – also, Kaffetasse gefüllt, Müsli her und direkt mal die DVD zum Frühstück verspeisen – so fängt ein Ruhetag gut an!
Info
Der Film von etwa 65 Minuten Länge ist in sechs Kapitel aufgeteilt: Rocklands, Sonoma County California, Fontainebleau, Innsbruck, Schweiz und High Contrast. Anders als in vielen bisherigen Boulderfilmen sind diesmal überwiegend europäische Boulderer unterwegs. Der La Sportiva Top-Athlet aus Helsinki, Nalle Hukkataival dominiert einen Großteil des Films – und das zurecht. Beeindruckend, wie leichtfüssig der sympathische Finne schwere Boulder wegzieht. Cody Roth, Kevin Jorgeson, Kilian Fischhuber, Anna Stöhr, Gerhard Hörhager… neue, bekannte Gesichter, wohin man auch sieht. Der Film übertrifft von der Aufmachung und vom Style her DIE Boulderfilm-Serie Dosage bei weitem: Greller, bunter, moderner – irgendwie stylischer und ästhetischer! Chucks Gefühl für Bilder, Linien, Kameraführung, Soundtrack, Story, Ästhetik – klasse! Bei Pure stimmt einfach alles!
Die Licht- und Schattenspiele, sowie die Farben sind grandios und wirken trotz der Nachbearbeitung nicht künstlich oder aufgesetzt. Insgesamt macht der Film einen sehr “runden” Eindruck, wie aus einem Guss und man erkennt ganz klar, daß Chuck zu seinem vorherigen Film Specimen extrem dazu gelernt hat! Alleine der Aufwand genau das richtige Licht abzuwarten und dann mit zig Kameras den Durchstieg zu filmen muss enorm gewesen sein. Alle Achtung! Die Detailaufnahmen sind gekonnt und unterstreichen das vermittelte Gefühl, der Boulderaction. Appropos Boulderaction: Chuck garniert die ohnehin schon tollen Boulder mit vielen Stilmitteln, zB mit sogenanten Stop-Shots, dh. die Geschwindigkeit des Film variiert und so wird der Boulderflow noch deutlicher. Besonders bei den Aufnahmen aus den Rocklands mit Nalle passt das sehr gut zu dem sowieso schon geilen Boulderstil. Ach was, “Bouldern”, das ist schon fast “Stylen”!
Pure kann man wohl zigmal sehen und erkennt trotzdem immer wieder neue Details, die in ihrer Gesamtheit diesen geschmeidigen, ästethischen Eindruck vermitteln – wirklich: Ganz großes Kino!
Die Athleten
- Nalle Hukkataival
Wo andere noch hilflos stotternd am Einstieg versuchen seinen Namen auszusprechen, topt Nalle Hukkataival bereits lächelnd oben aus. In den Rocklands und auch in Fontainebleau zeigt der sympathische Finne, daß man auch sehr stark bouldern kann, ohne zu grölen und zu grunzen. Er betrachtet sich selbst als Full-Time-Climber: No job, no girlfriend – pure bouldering! Seit vier Jahren ist Nalle inzwischen auf seinem Bouldertrip rund um die Welt.
- Cody Roth
Der wilde US-Wuschelkopf ist aktuell in Innsbruck, seiner momentanen Wahlheimat unterwegs. Zusammen mit Nalle gehen einige furchterregende Highballs in den Rocklands auf sein Konto. Nalle ist selbst das Spotten an diesen Hochhäusern zu gefährlich. - Kevin Jorgeson
Kevin hat ebenfalls einige, üble Highballs bezwungen und ist stetig auf der Suche nach abgelegenen, ästethischen Bouldern. Klasse statt Masse ist sein Motto. Viele seiner Erstbegehungen schlagen die Brücke zwischen Headpointen und Bouldern. “Du stirbst zwar nicht, musst aber mit sehr ernsthaften Verletzungen rechnen!” - Kilian Fischhuber
Der Wettkampfstar aus Innsbruck ist auch am Fels stark. In pure wird aber überwiegend seine Wettkampfseite beleuchtet. Zusammen mit Gerhard Hörhager und Cody Roth zeigt er, wo in Österreich gebouldert wird.
- Anna Stöhr
Die 20 Jahre junge Österreicherin gewann den Boulder Worldcup 2008 und zeigt, daß sie auch im Fels stark unterwegs ist. - Reto Hartmann und Francois Nicole – ganz genau, der Bruder DES Unterarms
Beide stellen ein paar der nicht so populären Gebiete der Schweiz vor. Schöne, ästethische Linien und tolle Felsen rund um Martigny sprechen für sich. - Fred Nicole
Die lebende Legende und Mensch gewordener Unterarm spielt leider nur eine kleine Nebenrolle in Pure.
Extras & Bonusmaterial
Nicht veröffentlichte Szenen, Cody Roth als fluchender DriveBy-Anmach-Proll und die Vorstellung eines Aufbau- und Unterstützungsprojektes von Südafrika sind jetzt nicht soooo üppig, aber dafür ist der Hauptfilm ja erste Sahne. In den nicht veröffentlichten Szenen findet sich aber auch noch etwas an Boulderaction.
Fazit
Pure definiert Boulderfilme neu! Vermutlich der erste Film, der es schafft auch Nicht-Boulderern zu zeigen, was für uns die Schönheit dieses puren Sports ausmacht. Keine Effekthascherei und ausschliessliches Aggro-Gebouldere, sondern sehr stylische, flüssige Superfotos, die sich bewegen. Diese Bildästhetik habe ich bei keinem bisherigen Kletter- oder Boulderfilm gesehen. Selbst Memento wirkt im Vergleich wie ein Daumenkino. Der Soundtrack passt gut, ist allerdings nicht so prägnant wie zB. in Dosage. Pure muss man haben – schade, daß bisher keine öffentlichen Aufführungen hierzulande geplant sind, auf Leinwand wäre das Erlebnis wohl noch eindrucksvoller! In jedem Fall kaufen!!!
Anmerkung: Die Roboterstimme aus dem Trailer ist übrigens immer nur bei den Kapitelwechseln kurz zu hören. Scheint ja das Publikum zu polarisieren
Trailer

YouTube - PURE-a bouldering flick by Chuck Fryberger








RokLetter abonnieren
Folge mir bei Twitter






Wir sehen uns am Mittwoch!!!
…so isses!
Klingt ja mal wieder sehr verlockend das Review. Allerdings muss ich bei der Entscheidung zwischen
1TB Festplatte nem eigenem Video und PURE leider erstmal ersterem den Vorzug geben
Hey Marc,
dann lass uns mal noch wissen ob der nervige Kommentator sich durch den ganzen Film zieht und wo ich den Streifen her bekomme.
Gruss Marc
@Marc,
der Kommentar bzw. die Roboterstimme ist lediglich bei den Kapitelwechseln zu hören – ich finds kultig, scheint aber zu polarisieren. Habe den Artikel auch angepasst – danke für deinen Hinweis.
Die DVD kannst du im Shop von InsideXtreme.de bestellen. Habe doch bei den Links unterhalb des Artikels “Pure DVD bestellen bei InsideXtreme.de” eingetragen – sieht man das so schlecht?
Also: DIE DVD KÖNNT IHR BEI InsideXtreme.de KAUFEN!
@Benedikt
Oha, eigenes Video? Was haste denn in Arbeit? Halt mich doch mal auf dem laufenden…
@Christian
Selbstverständlich! Erst aktives Boulder-Yoga, dann gemeinsam Film gucken!
Viele Grüße an euch drei,
Marc
…wer sich die Links anguckt ist klar im Vorteil, danke Marc!
@Marc: Stimmt!
Heute früh war es noch sehr regnerisch, dann kam PURE und ich habe völlig verpasst, daß das Wetter aufgeklärte!
Warnung: Zu Risiken und Nebenwirkungen von PURE lesen Sie bitte das Booklet, und fragen ihr RokBlog oder Händler
@marc hatten ne kamera mit in bleau. nix besonderes aber wenns fertig ist lass ich dich es wissen
@Benedikt: Alles klaro, danke!
Übrigens: Schön dich am Samstag im Blockwerk kennengelernt zu haben. Bis bald, Marc
[...] lange nicht PURE, aber trotzdem finnisches Bouldern in den Roklands – Ooops, ich meine natürlich Rocklands, [...]
[...] Kletterfilme PURE [...]
[...] Kletterfilme PURE [...]
[...] Kletterfilme PURE [...]
[...] PURE [...]
[...] PURE [...]
Nun gibts Pure auch als HD Download
Cool, danke Martin!
Das habe ich verpasst!
Auf bouldering.com sind auch noch einige andere Boulder- und Kletterfilme in HD-Download angeboten:
Hier aber der Link zum HD-Download von PURE:PURE als HD Download
Ciao ciao, Marc
[...] PURE [...]