Neujahrstrip 2009 über Fontainebleau in die Pfalz

05. Januar 2009 in Fotos, RokBlog  |  5 Kommentare  |  14541 Leser
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Roche aux Sabots - Le Flippeur fb7aAm 26.12.2008 machten sich Mia und ich auf den Weg nach Fontainebleau.
Sonnenschein bei kalten Temperaturen – diese Vorhersage ließ uns nicht lange Zögern um unseren Neujahrsbouldertrip kurzerhand vom Tessin nach Fontainebleau zu verschieben.

Gemeldete -9 Grad ließen zwar doch etwas Skepsis aufkommen, ob es so eine gute Idee wäre tatsächlich im Auto zu pennen, aber zumindest trocken sollte es ja werden. Ausserdem sollte der Trip sozusagen der Härtetest für mein neues Bouldermobil, den feuerroten Opel Astra Caravan, den ich seit 3 Wochen habe, werden…

Der 1. Tag

Fontainebleau Le Toit de Cul de Chien fb7a/6cFontainebleau Le Toit de Cul de Chien fb7a/6cDen ersten Tag verbrachten Mia und ich in den sonnigen und freistehenden Gebieten rund um den Parkplatz der drei Tauben (les trois pignons). Gefrorener Sand und strahlend blauer Himmel, dazu etwas Wind – super! Mir gelang der Klassiker Le Toit du Cul de Chien im 1.Versuch, danach machten wir uns auf nach Roche aux Sabots. Mia konnte hier endlich ihr Projekt aus dem Vorjahr befreien. Ich konnte noch Graviton klettern und flashte Gravillon, dann wurde es dunkel und wir zogen gefrässig zurück zum Auto. Leider mussten wir feststellen, daß wir nicht die einzigen gefrässigen Menschen dort waren, während wir uns an den Bouldern die Finger langzogen, machte jemand anderes ebenfalls lange Finger, brach mein Auto auf und stahl nahezu unsere gesamten Essensvorräte für den Urlaub. Super! Neue Karre kaputt, Magen leer, Essen weg, dunkel und eisig kalt! Fängt ja toll an…

Der 2. Tag

La Nano fb6a
Am zweiten Tag zog es Mia und mich nach Bas Cuvier, wo wir uns mit Felix und My aus der Pfalz trafen.
Während ich L’Hélicoptère abhakte, randalierte Felix bereits auf der Rückseite des Blockes an La Balancette und richtete bereits an seinem ersten Bouldertag seine Finger grausamst zugrunde.
Ich versuchte mich dann noch an La Balance, konnte aber den Topgriff nicht mehr fixieren.
Nachdem sich Mia auch noch den Knöchel verstauchte zogen wir dann etwas geschunden nach hause und leckten unsere Wunden.

Der 3. Tag

91.1 - Cul de Chien - Le BilboquetAm dritten Tag waren wir wieder in den Felsen von Sabots unterwegs. Mir gelangen Le Flippeur, Le Jeu du Toit, Sphincter, Raie du Q konnte ich flashen, aber das eigentliche Projekt der Sitzstart des Flippeurs, Bestantion wollte leider nicht gelingen. Mia war knapp davor mit Raie du Q ihre erste fb7a zu schaffen, aber die Dunkelheit beendete dann die Versuche.

Der 4. Tag

Am vierten Tag waren Mia und ich zusammen in Franchard Isatis. Mia konnte La Zip Zut sehr schnell klettern, mir gelang Divine Décadence. La Mur de Lamentations blieb dem Namen entsprechend schmerzhaft unvollendet, genau wie Elvis.

Der 5. Tag

In der fünften Nacht kam dann leider gegen 3 Uhr morgens der Regen – eigentlich erstaunlich bei Temperaturen um die -4 Grad. Die eisverkrusteten Blöcke ließen wenig Hoffnung bestehen, daß in den nächsten Tagen irgendwie an Bouldern zu denken sei und so beschlossen wir schweren Herzens den Urlaub abzubrechen und dem guten Wetter nach Westen, zurück in die Pfalz zu folgen.

Der 6. Tag

Der nächste Tag war dann auch schon wieder toll, zwar nicht mehr im schönen grau-weißen Sandstein vor Paris, dafür im altbekannten, rotbraunem Sandstein der Pfalz bei besten Bedingungen. Das erste Mal am Mandala-Block gelang mir Mandala relativ schnell.

Pfalz - Mandala fb7cPfalz - Mandala fb7cPfalz - Mandala fb7cPfalz - Mandala fb7c

Und auch Mia hatte ihren Spaß, bevor wir weiter an die Blöcke der Kieneckboulder zogen. Hier konnte ich mit Grisu noch einen absoluten pfälzer Sloperklassiker bouldern, bevor wir dann gemütlich den Tag ausklingen liessen.

Pfalz - Mandala-Block - Sloperla fb7bPfalz - Kieneck-Boulder - Grisu fb7bPfalz - Kieneck-Boulder - Grisu fb7b

Der 7. Tag

Eisiges Nachtlager im AutoInnen und Aussen gefrorenes AutoDie nächste Nacht war grausam kalt! Das ganze Auto war von einer Eiskruste überzogen und auch innen waren sogar die Plastikteile vereist. Die ganzen Nächte zuvor waren schon eine harte Prüfung für unsere Leidensfähigkeit, aber diesmal war es so richtig fies! Wir zogen es daher vor uns im sonnigen Wartenberg aufzuhalten und vielleicht den einen oder anderen schönen Boulder zu lösen.

Pfalz - Wartenberg - Hanumann-SD fb7cPfalz - Wartenberg - Hanumann-SD fb7cVor geraumer Zeit hatte ich mich hier am Hanumann versucht. Bereits am ersten Tag konnte ich das rettende Kellenloch anspringen, aber halt nicht fixieren. Bei meinen unzähligen Versuch brach mir zigmal ein entscheidender Tritt immer weiter aus und etliche Male stand ich nach 1.5 stündiger Anfahrt vor einem nassen Block. Diesmal, bei besten Bedingungen wollte endlich der Durchstieg mit Sitzstart gelingen. Mit weitem Abstand mein schrecklichstes Projekt, daß am meisten Motivation gefordert hat – für eine leichte, aber megageile fb7c!
Mia tüftelte noch bis spät in die Dunkelheit die Moves der Sternenkante aus. Solange, bis der Mond satt am Himmel stand und wirklich nichts mehr ging.

Pfalz - Wartenberg - Hohe KantePfalz - Wartenberg - Hohe KantePfalz - Wartenberg - Sternenkante fb6a+

Wir hatten einen super Urlaub und in der Kürze der Zeit richtig viel erlebt. Das Bouldermobil und auch unsere Schlafsäcke haben den Härtetest bestanden! Jetzt gehts los! 2009, wir kommen…

Pfalz - Wartenberg

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5 Antworten zu “Neujahrstrip 2009 über Fontainebleau in die Pfalz”

  1. [...] ihr schon aus meinem RokBlog, aber einen Blick ist die Mediashow dennoch wert. Auf meinem letzten Trip über Neujahr war Georg zwar leider nicht dabei, da er sich in wärmeren Gefilden die Finger langzog, dennoch [...]

  2. Jacky Loch sagt:

    So, hatte jetzt nochmal Zeit, mir den Artikel komplett durchzulesen. Und natürlich musste ich sofort aufhorchen: Der Hanumann ist endlich tot? Man, herzlichen Glückwunsch! Vielleicht wars ja das Karma deiner Begleitung. Zumindest kann ich mir vorstellen, dass das Karma unserer Chaotentruppe (Gruß ans Red Cat) nicht das beste war ;)

  3. Andy sagt:

    Hi Marc,
    cooler Blog und echt schöne Bilder von Eurem Neujahrstrip! War ein netter Tag mit Euch!
    Sind am nächsten Tag – unserem letzten Tag – noch in den Annweiler Forst und Kirschfels gefahren. Also ich fand die Probleme dort recht nett. Vor allem am Kirschfels die Gelbe Kante ist ja ein Augenschmaus!
    Wir melden uns mal, wenn es uns im Frühjahr nochmal in die Pfalz verschlägt – oder in den Odenwald…

    Grüsse,
    Maya und Andy

  4. [...] und genossen die tollen Granitblöcke von Cresciano bei sonnigem Wetter. Verglichen mit unseren -10 Grad in Fontainebleau hatten wir milde 10 Grad in Cresciano. Diesmal war also wirklich mehr Erholung geplant – geplant! [...]

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