Testbericht: The North Face Rock 22 bx Zelt

18. Juni 2008 in Infos, Tests und Tipps  |  2 Kommentare  |  13140 Leser
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The North Face- Rock 22 bxDas Frühjahr präsentierte sich dieses Jahr, nicht immer von seiner besten, sonnigen und vor allem trockener Seite. Angesichts der doch recht hohen Regenwahrscheinlichkeiten suchte ich nach einem treuen und trockenem Begleiter der mir nachts einen geschützten Schlafplatz garantiert. Nach langem Hin – und Her welches Zelt denn wohl das geeigneteste für meine Ansprüche und gleichzeitig finanzierbarste wäre, bin ich beim ‘Rock 22 bx‘ von ‘The North Face‘ gelandet und habe es mal nach meinem erfolgreichen Praxistest etwas näher unter die Lupe genommen:

Mein Anspruch

Ich war auf der Suche nach einem schnell aufgebautem 1-Personenzelt (notfalls auch mal zwei), das gut belüftet und günstig ist. Für eine Person sollte es geräumig sein, da ich immer meine grosse, Tasche mit Schlafsack, Therm-a-Rest, Schlafutensilien und -Klamotten mit ins Innenzelt nehme. Notfalls sollte man aber auch mal für eine Nacht zu zweit drin liegen können. Zwei Eingänge waren Pflicht und die Apside sollte notfalls auch mal zum Kochen mit meinem Primus Omnifuel taugen. Ein Leichtgewicht brauchte ich absolut nicht, da ich nur selten weiter weg vom Auto schlafe und das Zelt eigentlich fast nie besonders weit tragen muss. Wichtiger war für mich da schon eher die Farbe, die sich möglichst unauffällig ins Landschaftsbild einfügen sollte. Windstabil und dabei leise sollte es auch sein.

Grösse & Gewicht

Mit einer Grundfläche des Innenzeltes von 221cm x 140cm und einer Höhe von 109cm findet man alleine zusammen mit einer grossen Tasche/Rucksack definitiv ausreichend Platz und kann sich auch bequem darin umziehen bzw. einen Tag mit fiesem Regenwetter ausharren. Plant man eine Nacht zu zweit, dann sollte man sich zumindest schätzen. Die Apsiden vor beiden Eingängen sind gerade so zum behelfsmässigen Kochen geeignet bieten aber natürlich nicht die Höhe wie zB. eine Apside im Tunnelzelt.
Eingepackt ist das Rock 22 bx in einen zeltüblichen Packsack und 65cm x 18cm gross.
Das Rock 22 bx wiegt ohne Unterlage ca. 2.7Kg und ist damit gar nicht soooo schwer. Das Mindestgewicht in der Trail-Pack-Variante beträgt ca. 2,3Kg.

Ausstattung & LieferumfangThe North Face- Rock 22 bx - Innenzelt

Der zweiwandige Geodät wird mit Innenzelt, Aussenzelt, 10 Standard-Heringen(Beutel), 2 DAC-Featherlite Stangen(Beutel) und Aufbauanleitung im Packsack geliefert. Zusätzlich kann man noch eine passgenaue Unterlage(Footprint) sowie ein Deckenfach kaufen. Die ‘Soja’-Farbe ist schön unauffällig.
Das Innenzelt verfügt über grosszügige Mesheinsätze und zwei seitliche, vollwertige, D-förmige Eingänge. Zum Verstauen von Kleinkram dienen zwei Inentaschen sowie insgesamt 5 Laschen am Himmel.
Das Aussenzelt wird einfach über das Innenzelt geworfen und mit Velcroverschlüssen am Gestänge befestigt. Die Eckpunkte werden durch verstellbare Gürtelschnallen auf Zug gebracht. 4 Abspannleinen sorgen für ordentliche Windstabilität ohne Flattern. Eine zusätzliche Entlüftungsklappe hat das Aussenzelt nicht, die Ventilation wird über die Eckschnallen geregelt. Wie bei fast allen Zelten muss ich auch beim Rock 22 bx bemängeln, dass man nicht das Aussenzelt komplett offenlassen kann, ohne dass es in das Innenzelt regnet. Die diversen Aufbaumöglichkeiten vom Rock 22 bx kompensieren dieses Manko aber etwas, ausserdem muss man ja die Eingänge nicht komplett öffnen.
Alle Reissverschlüsse sind mit kurzen Reepschnüren versehen und lassen sich auch mit Handschuhen gut bedienen. Insgesamt macht die Verarbeitung einen guten Eindruck. Wasser kommt absolut nicht rein!

Auf- & Abbau

Alleine lässt sich das Rock 22 bx in maximal 10 Minuten vollständig Aufbauen und Abspannen. Zunächst breitet man den Footprint aus und legt das Innenzelt bündig darüber (Eckpunkte sind farblich codiert), dann Steckt man das Gestänge in die Eckpunkte und clippt das Innenzelt mit Plastikhaken daran fest. Das Aussenzelt wird einfach übergeworfen und mit Velcroverschlüssen am Gestänge fixiert. Heringe rein, Abspannleinen festziehen – fertig. Ein Aufbau im strömenden Regen ist leider nicht so wirklich praktisch, da das Innenzelt bis zum Überwerfen der Aussenhülle vollgeregnet wird. Man kann aber auch unter dem Aussenzelt das Innenzelt aufbauen – ist aber wirklich nicht so angenehm.
Wenn es nur sehr unwahrscheinlich nachts regnet, kann man auch das Innenzelt ohne Aussenzelt aufbauen, Heringe braucht man dann keine.
Werden kleine Schauer erwartet aber es ist warm, lassen sich Footprint und Aussenzelt auch ohne Innenzelt aufbauen.
Zum Abbauen wird einfach alles in umgekehrter Reihenfolge auseinander genommen. Dies dauert nicht länger als 5 Minuten.
Der Packsack ist nicht zu knapp bemessen, so dass auch ein nicht perfekt zusammengelegtes Zelt noch leicht einzupacken ist.

Fazit

Für einen Preis von unter 200 Euro bekommt man mit dem Rock 22 bx ein richtig gutes, mittelklasse Zelt in ‘The North Face Qualität’. Für eine Person ist es ein schon fast luxuriös ausgestattetes Zimmer mit praktischen Details, für zwei Personen ist der Platz ausreichend. Der als Zubhör erhältliche Footprint ist praktisch und ermöglicht eine zusätzliche Aufbauvariante.
Ich kann das Rock 22 bx guten Gewissens empfehlen, wünsche mir aber noch eine zusätzliche Lüftungsklappe im Aussenzelt. Von frühem Frühjahr bis spätem Herbst perfekt: Trocken, gut belüftet, vielseitig und dazu noch gut verarbeitet.
Ein richtig guter Kauf, mit Top-Leistung für das Geld!

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2 Antworten zu “Testbericht: The North Face Rock 22 bx Zelt”

  1. [...] meinen Bouldertrips und meinen anderen Reisen schlafe ich fast immer im Freien oder im Zelt, klar dass ich dabei einen anständigen Schlafsack brauche. Seit knapp einem Jahr habe ich den [...]

  2. Knut sagt:

    Ich habe auch dieses Zelt (seit zwei Jahren glaube ich!) Weil ich aus Norwegen bin wollte ich vor allem ein windstabiles Zelt. Ich habe mit Tunnelzelten schlechte Erfahrungen in diversen Hochlandsgebieten mit starken Wind gehabt, dsw. wollte ich dieses Mal unbedingt ein Kuppelzelt. “Leider” war es auf meinen bisherigen Campingtrips nicht wirklich windig. Bin bisher zufrieden! Bin auch der Meinung, dass die Belüftung das einzige Minus dieses Zeltes ist

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