Testbericht: Calendumed Creme

25. Mai 2007 in Infos, Tests und Tipps  |  13 Kommentare  |  13959 Leser
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Calendumed CremeVorgeschichte:
Wer kennt das nicht: Die Flächen der Fingerspitzen sind vom Klettern so dünn geworden, dass man morgends kaum den Kaffebecher halten geschweige denn Griffe halten mag? Die meisten Kletterer schwören ja auf Bepanthen Wund- und Heilsalbe, meiner Erfahrung nach passiert damit aber folgendes: Übernacht heilt zwar etwas der verletzten Haut wieder nach, aber gleichzeitig wird die Haut durch die Bestandteile der Salbe so weich, dass am nächsten Bouldertag um so mehr Haut wieder abgehobelt wird – man also effektiv weniger Boulder-/Klettertage hat. Ich habe daher lieber gar keine Creme benutzt um die Haut schön trocken und robust zu halten, was weg war, war halt weg!

Alternative

Vor einiger Zeit hat mir Nicolas aber eine Homöopathische Creme empfohlen auf die er seit langer Zeit schwört. DHU die Deutsche Homöopathie-Union in Karlsruhe vertreibt die Calendumed Creme. Diese ist Apothekenpflichtig. Uneinsichtig wie ich bin habe ich mich erst gesträubt, da ich ja so meine Erfahrungen mit zB. Bepanthen hatte. Im Tessin wurde ich aber eines Besseren belehrt. Calendumed Creme ist wirklich richtig gut! Die 10% Urtinktur auf Basis von Ringelblume(Calendula) sorgt in wirklich sehr kurzer Zeit dafür, dass die Haut sich regenerieren kann und das OHNE die Haut weich werden zu lassen. Da kann man sogar noch morgends draufschmieren und 1 Stunde später Bouldern gehen, ohne dass die Haut in Fetzen hängt. Ich bin wirklich begeistert! Klar, man hat immer noch wunde Finger, wenn man wie ein Verrückter aus Slopern rutscht und sich Cuts holt, aber die Heilzeit wird extrem verkürzt. Probiert es wirklich einmal selbst aus, die Creme gibts sehr günstig in der Apotheke, 50Gramm für EUR 6,77 oder über das Internet noch günstiger. Andere Cremes, die ebenfalls auf Ringelblume basieren sind nicht vergleichbar, hier kommt es zusätzlich auf das “Trägermaterial” an, welches bei Calendumed Creme super für Klettererhaut ist.
Besser werdet durch die Creme bestimmt nicht klettern, aber vermutlich länger!

Auch richtig gut ist Climb-On, aber halt eher für richtige Wunden (Flapper), als für wunde Fingerspitzen.

Die Homöopathie hat übrigens so einiges auf Lager, Interessierte könnten ja zB. mal die folgende Homöopathische Notfallapotheke mit einem Homöopathen abstimmen.

UPDATE

Kauft euch nicht die SALBE, sondern achtet darauf, dass ihr auch wirklich die CREME bekommt. Der Unterschied ist der verschiedene Fettgehalt. Die Salbe ist richtig stark fettig, macht also die Haut auch weich, die Creme hingegen zieht schnell ein und ihr habt am Morgen danach normale Haut.

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13 Antworten zu “Testbericht: Calendumed Creme”

  1. Marcus sagt:

    Spitze die Creme!
    hab sie die Tage mal selbst getestet. einfach super! Der Effekt der Hauterneuerung wie er bei der Bepanthen Creme auftaucht entfällt. Wenn die hände/finger wieder intakt sind mische ich einen klecks davon mit neutrogena handcreme! macht geschmeidig und “robust”.

    danke für den Tipp

  2. Gerhard sagt:

    Hallo Marc,
    mit interesse lese ich diesen Artikel und bestelle gelich diese Creme.
    Wie verhält sich diese Creme mit Deinem 2ten Hautexperiment (Antihydral)?
    Gute Combi, oder doch nur Calendumed????

    vielen Dank
    Gerhard

  3. marc sagt:

    Hi Gerhard,

    ich mache es meistens so:
    Vor dem Bouldertrip 2-3 Tage Antihydral auf die Finger und ab dann Calendumed Creme drauf. Je nachdem, wie du auf Antihydral reagierst auch kürzer benutzen – ist deine Haut erst richtig verhornt, kannste nix mehr bouldern, weil die Haut zu glatt wird. Musst halt deine eigene Variante finden.

    Im Zweifelsfalle reicht auch einfach nur Calendumed Creme und vor allem ist das bestimmt gesünder als Antihydral.

    Viele Grüße,

    Marc

  4. Gerhard sagt:

    Hallo Marc,

    danke für den Tip!
    Gestern schon erste Erfolge gehabt – hilft echt gut die Creme!!
    War mit 2 Jungs unterwegs, wo ich meist vor Ihnen wegen fehlender Haut aufhören muß – gestern wars andersrum, und dass obwohl ich in meinem Projekt gearbeitet habe, und ie nur “Plaisirklettern” waren….

    Fazit: Calendumed ist sehr zu empfehlen!!

    ciao
    Gerhard

  5. via Mail sagt:

    Hi Marc,

    ich bin aufmerksamer Leser deines Blogs. Gefällt mir sehr gut, mach weiter so!

    Zu meiner Frage. Ich klettere derzeit nur Halle, aber ziemlich oft 3-4 mal in der Woche. Meine Hände reissen die ganze Zeit auf und bis zum nächsten mal Klettern bleibt oft wenig Zeit für die Regeneration. Ich benutze Bepanthen. Antihydral hab ich auch, aber ich wende es fast nie an, weil die Haut eh immer offen ist. Haste vielleicht irgendwelche Tipps?

  6. marc sagt:

    Hallo,

    vielen Dank für dein Lob!

    wg. deiner Haut:
    Wenn bei dir die Fingerspitzen leiden, dann kannst du mit Calendumed Creme versuchen über Nacht wieder etwas nachzuzüchten.
    Wenn du dir oft richtige Fetzen reißt, dann tippe ich auf zu große Griffe, bzw. mangelden Fingerstrom. Dadurch schlingerst du auf den Griffen, quetscht dir das Fleisch
    und mit Pech holst du dir dann auch noch nen Flapper. Wenn du mal eine zeitlang versucht richtig präzise zu Greifen, also so wenig schlingern, wie es nur geht, trainierst du
    Fingerstrom, Körperspannung und Präzision gleichzeitig zum Schonen der Haut.
    Bepanthen ist bestimmt schädlich. Wenn du weiche Haut hast, dann ist Fett quasi wie Gift, da es die Haut noch weicher macht und diese noch schneller reisst.

    Heile erstmal deine Wunden aus, bis die Haut wieder völlig intakt ist – zur Unterstützung kannst du ruhig Bepanthen benutzen, lass es aber mindestens 2 Tage vor dem nächsten Klettern weg!
    Chalke ständig – durch das Chalk trocknet deine Haut aus und wird robuster. Antihydral auf keinen Fall auf die wunde Haut auftragen. Calendumed Creme nicht in offene Wunden!
    versuch an kleineren Griffen zu klettern, auch große Henkel lassen sich meistens als Leiste (auf der Henkelkante) greifen. Versuch das halt so zu variieren,
    daß nicht ständig die Kellen passiv an deiner Haut zerren.

    Letztendlich ist es wirklich schwer dir DEN Tipp zu geben, da ich ja nicht weiß, wie genau du kletterst und sowieso jede Haut unterschiedlich ist.
    Viele Leute in meinen Hallen zerren und schlackern oft an großen Griffen und langen Armen – das ist definitiv schlecht. Sowohl für die Haut, als auch sonst für nahezu alle Bandstrukturen usw.

    Schraub mal deinen Umfang etwas runter – Qualität statt Quantität. Lieber härter, kontrolliert trainieren, als auf Biegen und Brechen doch noch diese oder jene Route schaffen.

    Hoffe ich konnte dir etwas helfen und DEINE Kombination aus meinen Anregungen löst dein Problem.

    Schöne Grüße aus Wiesbaden,

    Marc

  7. via Mail sagt:

    Hallo Marc,

    Danke für die Antwort! Durch deine Aussagen ist mir jetzt ein Licht aufgegangen. Die Halle in der ich unter der Woche am öftersten klettere(bouldere) ist der Boulderraum unseres DAVs und dort sind eigentlich alle interessanten Probleme mehr oder weniger überhängend und erfordern bei meinem Können noch große Griffe und Henkel. An der Vertikalen ist nichts gutes geschraubt, die lass ich aus. Ausserdem “schlingere” ich warscheinlich, weil ich mal gehört hab man soll die Griffe nur so stark greifen, wie man sie gerade braucht um Kraft zu sparen. Ist da was dran?
    Ich reiß mir immer nur Fetzen weg oder Flapper in den beiden ersten Fingergliedern, die Fingerspitzen sind immer heile. Also macht alles Sinn, was du sagst. Ich bin mir sicher deine Tipps werden mein Problem lösen. :)

  8. marc sagt:

    Wäre schön, wenn meine Tipps etwas helfen würden.

    Du hast natürlich völlig recht, daß man Griffe nur so fest greifen soll, wie es tatsächlich notwendig ist, damit die Kraft bis oben hin reicht – so klettere ich auch immer im Fels.
    Allerdings ist Plastik Training und der Hauptsinn des Trainings besteht ja darin Kraft zu verschwenden :)

    Wenn du häufiger Bouldern gehst, solltest du sowieso so früh wie möglich anfangen dir deine eigenen Boulder zu definieren. Damit kannst du immer an deinem
    - genau in diesem Moment möglichen – Leistungslimit trainieren und deine Trainingsfortschritte in punkto Technik, Routenlesen, Taktik werden sehr schnell explodieren.
    Am meisten Spaß macht das in einer Gruppe und ist besonders sinnvoll, wenn jeder einen Boulder komplett definiert und der nächste Boulder dann von jemand anderem definiert wird.
    So könnt ihr gegenseitig eure Stärken übertragen und gleichzeitig werden eure Schwächen austrainiert. Alleine das Zugucken ist oftmals schon ein super Training und zu Unrecht unterschätzt.

    Viel Spaß beim Training!

  9. Polli sagt:

    Servus Marc
    Süper bericht aber ich habe noch eine frage was würdest du empfehlen antihydral oder diese calendumed creme

  10. Hallo Polli,

    je nachdem, was dein Problem ist…

    Wenn du dünne, schmerzhafte Haut bzw. zu wenig Hornhaut hast, dann Calendumed Creme.
    Ist deine Haut zwar regeneriert und du willst bouldern gehen zB. Urlaub, also vieeel bouldern, dann nimm vorsichtig Antihydral. Aber lediglich auf die Fingerspitzen! Nachts kannst du dann ja mit Calendumed versuchen neue Haut zu “züchten” :)

    … also im Zweifelsfall: BEIDE, aber nicht gleichzeitig :)

    Gruß,

    Marc

  11. Polli sagt:

    Servus Marc
    Danke für denn Tipp ich habe mir mal beide gekauft und der letzte Zillertaltrip war spitze.
    Keine wunden Finger gar nix echt süper die Kombination aus beiden Cremen

    Gruaß Polli

  12. Andi sagt:

    Moin Moin,

    die Creme ist der Super Tip! Damit haben die Hände zwei Wochen El Chorro Klettern ohne Probleme überstanden!
    Auch bei Sonnenbrand kann man die Creme empfehlen ;-)

    Schöne Grüße,
    Andi

  13. le tigre sagt:

    calendumed ist echt nicht schlecht.
    allerdings finde ich stokolan irgendwie noch angenehmer… wenn ich ehrlich sein soll…

    aber mein problem ist auch eher, dass ich zuviel und nicht zuwenig hornhaut habe. also die ansammlung von hornahut an den weicheren hautpartien der hände schmerzt…

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