Bouldern im Felsenmeer
27. April 2007 in RokBlog | 11 Kommentare | 22432 Leser
Letzte Woche gings mal wieder raus zum Bouldern. Diesmal lag unser Ziel tief im Odenwald bei Bad Reichenbach im Felsenmeer. Einigen dürfte das Felsenmeer noch aus der Kindheit ein Begriff sein. Ich selbst war als ich ca. 6 Jahre alt war das erste und einzige Mal dort zum Rumspielen. In einem Labyrinth aus Granitblöcken mit wenig beeindruckender Höhe kann man von einem zum anderen Hüpfen. Damals hatte ich zwar noch nichts mit Bouldern im herkömlichen Sinne am Hut aber die Kletterei hab ich seitdem noch als grossen Spass in Erinnerung…
Anfahrt:
Auf der A5 von Frankfurt kommend verlässt man diese an der Ausfahrt “Seeheim-Jugenheim” und biegt danach auf der Landstrasse nach rechts in Richtung Bickenbach ab. Diese Strasse folgt man vielleicht 6 Km bis diese sich aus einer kleinen Ortschaft herausschlängelt und dann nach weiteren 4 Km ein Schild den Weg zum Felsenmeer zeigt. Oben am Parkplatz parken und linkshaltend den Wanderweg hinunter zu den ersten Blöcken nehmen. Nach etwa 3 Minuten ist man am Ziel.
Die Boulder:
Die Blöcke sind halt schon seeehr klein. Manche haben eine ordentliche Höhe, so dass sich das Bouldern wirklich lohnt, aber die meisten sind viel zu klein. Wir fingen an mit einer sehr schönen Kante zum Aufwärmen, hakten danach eine Fb6c und eine ultra leichte Fb7a+ ab, danach gings runter an die Römersäule wo Manu und ich unter den Augen und Beifall des grossen Publikums (wir waren leider am Sonntag da) ein klasse Fb7b niederrungen.
Kurze Zeit später konnte ich eine weitere Fb7b erfolgreich beenden. Weitere “Heldentaten” blieben uns leider vergönnt, da es doch sehr heiss und die Haut schon arg geschändet war. Ein paar Tage darauf kam ich dann mit Klaus wieder und wir erledigten noch den “Pilz” Fb6c sowie eine Fb7a daneben.
Fazit:
Ein kleines, schönes Granitbouldergebiet, dass man am Wochenede meiden sollte bietet noch ein paar unentdeckte Boulder. Die bisher erschlossenen sind sehr schön, schade, dass nicht mehr Blöcke wirkliche Boulderhöhe haben. Durch die sehr kurze Fahrzeit eignet es sich prima für einen Abendboulder…
RokLetter abonnieren
Folge mir bei Twitter





Ist glaub doch ein anderes Gebiet, als das was ich meinte, als Du mich vor längerer Zeit mal drauf angesprochen hast…
Ich hab die “schlechten” Bilder natürlich nicht reingestellt. Insgesammt sind wohl so knapp 95% der Boulder gerade mal so hoch, dass man sich beim dagegen laufen rote Knie besorgt. Warst du oberhalb der Brücke, oder nur unterhalb? Erst oben beginnt der Spass! Können ja gerne nochmal zusammen hin – ist ja recht nah!
huhu
betül und ich werden uns das gebiet am samstag mal anschauen..
gibts auch sehr leichte boulder dort??
is sehr schön geworden dein blog!!!!!
gruß tanja
Hallo Tanja,
danke für dein Lob!
Im Felsenmeer gibt es auf jeden Fall leichte Boulder! Müsst halt mal suchen, so richtig empfehlen kann ich euch jetzt aus dem Stehgreif nix. Ist aber viel da…
Ich fahre heute abend wieder ins Averstal, ansonsten würde ich gerne mitkommen…
Wünsche euch viel Spass, bis bald mal wieder…
Ciao, Marc
soll’s da 7b’s geben an der brücke unten?
Die eine befindet sich direkt am Fusse der Römersäule, beginn rechts unten, dann nach links und oben aussteigen.
Die nächste war irgendwo oben. Da ist so ein pilzartig aussehender Felsen, der direkt am Wanderweg liegt. An diesem geht man noch ein Stück weiter und dann nach rechts in den Wald. Das war son ganz komischer Sitzstart bei dem man mit sehr hohem Hook rechts, rechts eine sloprige Kante hochpatscht und dann in einer geneigten Platte aussteigt. Ich war mit dem Nicolas dort und der hat mich da etwas rumgeführt. Wie vieles war der Boulder dort recht niedrig und etwas rampfig – war aber gut.
Weiter unten bei der Brücke gibts zwar höhere Blöcke, aber das Absprunggelände hat mit unseren lausigen Pads gar nicht getaugt – ich fands aber auch nicht soooo toll.
Es gibt auch noch einen anständigen Block oberhalb von dieser fb7c(+?) – weiß leider nicht mehr wie die hieß – wenn ich mich recht erinnere, dann ist die linke Talkante da auch irgendwie so fb7b.
Ich kenne mich da nicht so gut aus, war selbst nur 2,3 mal dort…
[...] nur in die Pfalz gehen muss. Ich war bisher ein paarmal zum Bouldern im Odenwald, aber immer nur im Felsenmeer bei Bad Reichenbach. Da muss es doch mehr geben – deswegen freue ich mich auch besonders auf die neue Lektüre und kann [...]
[...] war schonmal im Felsenmeer – damals allerdings bei hochsommerlichen Temperaturen um die 30 Grad. Die Boulder dort hatte ich [...]
Betreffs des Boulderns im Felsenmeer möchte ich anmerken, das es leider ernstzunehmende Bestrebungen
von einzelnen Personen bzw Institutionen gibt, dieses mit Verweis auf den Status des Naturschutzgebietes zu untersagen.
Und nicht nur das, sondern auch langfristig den Zugang zum oberen Teil des Felsenmeeres, ab dem Kiosk, für Alle Nutzer, ob Fußgänger, Rockcrawler oder Boulderer zu sperren. Als Begründung wird hier die Erosion dieses Areals angegeben.
In diesem Zusammenhang meine Bitte, kein Chalk mehr zu benutzen. Jegliche weiße Markierung auf einem Felsen, egal wie klein oder unauffällig, ist nur Wasser auf den Mühlen derer, die Zugangsverbote propagieren.
Hallo Alex,
danke für deinen Hinweis!
Wirklich sehr betrüblich, daß es selbst an einem Ort wie dem Felsenmeer solche Bestrebungen gibt. Zumal das Chalk ja eigentlich sogar noch gut gegen den sauren Boden wirkt und diesen neutralisiert. Vermutlich geht es aber – wie so oft – in erster Linie um die Verzierungen an den Felsen und die sind in dieser Art des Granit ja gut abzubürsten.
Dennoch sehr enttäuschend!
Ciao und Gruß,
Marc
Hallo
Mein Hinweis ist vorsorglich gemeint, als Rockcrawler bin ich auch in der Schußlinie und jetzt aktiv geworden, denn in einem Naturschutzgebiet kann laut Bundesnaturschutzgesetz
http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/bnatschg_2002/gesamt.pdf
nun mal alles sehr schnell verboten werden:§ 23 (2),
aber auch vieles erlaubt sein: § 2 (13).
Wichtigstes Argument der Nutzungsgegner ist, das jeder der sich dort aufhält den Boden verdichtet und somit der Natur schadet.
Wichtig ist halt, das man sich so verhält, wie man es in der Natur sowieso machen sollte, nämlich nichts als die eigenen Fußabdrücke hinterlassen. Weiße Magnesiaflecken fallen halt auf und es sollte auch ohne gehen. Hier ein Negativbeispiel, da hat ein Kletterer (nicht die gezeigten Personen) die Kante vom Diskus (?) über mehr als einen Meter Länge und teilweise 10cm tief mit Magnesia beschmiert, das sieht aus wie eine dicke Schicht Farbe. Das geschah in der Woche vor Weihnachten, ist heute noch zu sehen und natürlich keine Werbung fürs Bouldern:
http://www.youtube.com/watch?v=b9Mifmg3YfU&feature=channel_page